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Auszug aus dem Betreuungs- und Beschäftigungskonzept im Seniorenzentrum Südbrookmerland

Die psychosoziale Betreuung der Bewohner des Seniorenzentrums Südbrookmerland ist durch die Angebote des begleitenden sozialen Dienstes gesichert.

Unsere Mitarbeiter verfügen hierfür über eine spezielle fachliche Qualifizierung in der Sozialpflege mit dem Schwerpunkt Seniorenbetreuung.

Die folgenden Seiten geben einen Einblick in die Aufgaben und Angebote des sozialen Dienstes.

Wöchentlich wechselnde Beschäftigungs- und Betreuungsangebote geben unseren Bewohnern Abwechslung und Orientierung.

Unser Ziel ist es die Aktivierung, Erhalt und Förderung der Ressourcen. Alle Betreuungs- und Beschäftigungsangebote werden unter Berücksichtigung und Einbezug der Individualität, der Biographie und der persönlichen Interessen des Bewohners erstellt.

Um unser Ziel zu erreichen wurde für das Seniorenzentrum Südbrookmerland eigens ein Beschäftigungs- und Betreuungskonzept erarbeitet. Die Mitarbeiter des sozialen Dienstes erstellen wöchentlich wechselnde Wochenpläne für die jeweiligen Wohnbereiche als Bereichsangebot. Parallel dazu sind übergreifende, feststehende Gruppenangebote organisiert. Ein monatlicher Veranstaltungskalender bietet Unterhaltung, Spaß und soziale Kontakte, sowohl im Haus als auch außerhalb unserer Einrichtung.

Unsere Bewohner haben die Möglichkeit an der Planung und Organisation mitzuwirken. Die Wünsche und Bedürfnisse werden berücksichtigt.

Die Nutzung der Angebote des sozialen Dienstes ist jedem Bewohner zugänglich und bereits im Heimentgelt enthalten.

Unser Angebot an Aktivitäten:

1. Bewegung

  • Seniorengymnastik
  • Sitzgymnastik
  • Sitztanz
  • Bewegungsspiele (Kegeln, Boccia, Ballspiele etc.)
  • Bewegung im Freien ( Spaziergänge, Balancetraining auf behinderten gerechten Fahrrädern etc.)
  • Tanzen

Ziele:

Motorische Förderung

  • Erhalt sensomotorische Fähigkeiten
  • Erhalt der Beweglichkeit von Grob- und Feinmotorik
  • Erhalt des Körperschemas
  • Erhalt von Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit
  • Förderung der Durchblutung
  • Erhalt und Förderung von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
  • Erhalt des Rhythmikgefühls Förderung der Reaktionsfähigkeit und Geschwindigkeit Förderung der Koordination des Bewegungsapparats
  • Freude an der Bewegung und Spiel
  • Förderung der körperlichen Geschicklichkeit
  • Schulung von Gleichgewicht
Kognitive Förderung
  • der Orientierung
  • der Merkfähigkeit
  • des linearen Denkens
  • der Konzentration
  • der Aufmerksamkeit
  • des räumlichen Vorstellungsvermögens
  • des Auffassungsvermögens
  • Förderung von Kulturtechniken
Psychische Förderung
  • von Antrieb und Motivation
  • von Ausdauer und Durchhaltevermögen
  • spielerische Schulung der Frustrationstoleranz
  • der Konfliktfähigkeit
  • der Impulskontrolle
Förderung sozialer Kompetenzen
  • Stärkung der Erlebnisfähigkeit in der Gruppe
  • Kommunizieren und sich mitteilen können
  • Kontakte herstellen können
  • Durchsetzungsvermögen und Rücksicht auf Andere nehmen können
  • Beüben der Kooperationsfähigkeit
Förderung der Orientierungskompetenz
  • zeitlich, örtlich, situativ,
  • der Tagesstrukturiertheit und der Planungsfähigkeit.
  • Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens

Unter Verwendung verschiedener Mittel, die speziell für den Bereich
Gymnastik geeignet sind, aber auch alltäglicher Gegenstände (z.B. Handtuch, Bindfaden, Gardinenringe etc.) und dem Einsatz interaktioneller Methoden (z.B. Hüpfen lassen eines Balls mittels eines Schwungtuchs, das von allen Teilnehmenden gehalten wird), sowie kompetenzzentrierter Methoden (z.B. Treffen eines Zielkegels mittels Wurfreifen) wird Klienten und Klientinnen ein Training bestehend aus Spiel und Sport angeboten. Ebenso finden Körperübungen ohne Mittel statt. Hierbei werden neben sensomotorischen auch kognitive, psychische und soziale Teilkompetenzen gefördert.

2. Musik / Singen / Klang

  • Trommeln
  • Singkreis / Chor
  • Rhythmisches Musizieren
  • Tanzen
  • Atemtherapie
Ziele:
  • Gemeinsames Singen und Musizieren
  • Förderung der sensorischen Fähigkeiten
  • Steigerung der Erlebnisfähigkeit in der Gruppe
  • Wiedergabe, Auffrischung und Erhalt erlernten Wissens
  • Freude am Singen
  • Steigerung des Selbstwertgefühle
  • Anregung des Takt- Rhythmus- und Melodiegefühls
  • Finden von Ausdruck
  • Training der Atem- und Sprechmuskulatur
  • Erhalt einer kräftigen Stimme

Singen bekannter Volkslieder, Schlager und andere bekannte Musikstücke z.B. Kirchenlieder. Es stehen eigens Bücher mit Liedtexten zur Verfügung. Begleiten der Lieder mit klatschen, Gestik und Mimik. Vorstellen und Hören verschiedener Arten von Musik (z.B. Klassik). Unterstreichen bestimmter Zeiten (z.B. Jahreszeiten) und Anlässe (z.B. Weihnachten) durch ausgewählte Lieder. Zum Einsatz kommen Instrumente wie Rasseln, Schellenkränze, Trommeln etc.

3. Handwerk / Hauwirtschaft

  • Werkstattarbeit: Schrauben, Hämmern, Schleifen etc.
  • Holzarbeiten: Hobeln, Sägen Streichen etc.
  • Backen
  • Kochen
  • Bügeln
  • Hausarbeit
  • Jahreszeitliches Basteln und Dekorieren

Ziele:

  • Erhalt manueller Geschicklichkeit und individueller Ressourcen
  • Verbesserung des taktilsensorischen Fähigkeiten
  • Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen
  • Anregung und Förderung der Phantasie und Vorstellungskraft und Kreativität
  • Finden von Ausdruck
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der Kooperationsfähigkeit
  • Erhalt und Schulung kognitiver Fähigkeiten, Merkfähigkeit, lineares
  • Denken etc., Problemlöseverhalten, Konzentration
  • Schulung der Sinneswahrnehmung
  • Verantwortung tragen
  • Freude am Tun entwickeln
  • Kennen lernen und Erlernen neuer Techniken
  • Entwicklung eigener Ideen und Techniken

Möglichkeit unter Einsatz verschiedener Materialien und künstlerischer sowie handwerklicher Techniken ausdrucks- kompetenzzentriert oder prozessorientiert mit oder ohne Werkzeug zu experimentieren bzw. etwas herzustellen oder zu gestalten.

Es werden verschiedene Sozialformen angewandt. Gruppenarbeit oder Einzelarbeit.

4. Gedächtnistraining
  • Rätselraten
  • Memory
  • 10 Minuten Aktivitäten
  • Ergänzen von Gedichten, Sprichwörtern, Liedertexten
  • Zahlen- und Kreuzworträtsel
  • Lesen
  • Orientierungshilfen ( Kalender, Uhr, Zeitung etc.)

Ziele:

  • Förderung von Kompetenzen
  • Verbesserung der Konzentration
  • Verbesserung der Merkfähigkeit
  • Steigerung der Auffassungsgabe
  • Erlernen von Strategien zur Verbesserung der Merkfähigkeit, z.B. Kompensation
  • Erhalt der Kulturtechniken
  • Freude und Spaß am spielerischen Üben
  • Erhalt der Orientierungskompetenz, zeitlich, räumlich, situativ und personell
  • Planvolles gezieltes Handeln
  • Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Erhalt der Selbstbestimmung

Da sich Erinnern und Merkfähigkeit nicht nur in höheren Regionen des Gehirns abspielen und als reinbewusst kognitive Leistung isoliert gesehen werden dürfen, sondern auch unbewusste Lernprozesse vor allem des motorischen Systems verinnerlicht werden und auf weit verschalteten Gebieten mit verschiedenen Sinnesqualitäten verknüpft ist, bietet es sich an, ein Gedächtnistraining zu konzipieren, das mit genau diesen Eigenschaften arbeitet. Das zu Merkende wird verknüpft mit unterschiedlichen Assoziationen belegt, ertastet und erschnuppert, nicht nur gehört oder gesehen. Strategievermittlung zur besseren Merkfähigkeit werden angeboten, ebenso Substitutionen.

5. Hausandacht

In der Gemeinde Südbrookmerland befinden sich 7 Kirchengemeinden. In Absprache mit den zuständigen Pastoren wird per Jahresplan einmal monatlich im Haus ein Gottesdienst durchgeführt. An besonderen Feiertagen wie Ostern, Heiligabend, Erntedank etc. werden zusätzliche Gottesdienste veranstaltet. Im Wechsel besuchen unsere Bewohner die Gottesdienste der Kirchen.

Ziele:

  • Erhalt ritueller Traditionen
  • Individuelle Sinnfindung
  • Erhalt sozialer Kontakte
  • Sich als Teil der Gesellschaft empfinden
  • Befriedigung spiritueller und religiöser Bedürfnisse
  • Gemeinsames Singen und Beten in der Gruppe
7. Hilfestellung in der Eingewöhnungsphase

Es ist nicht leicht für einen älteren Menschen seine vertraute Umgebung aufzugeben und sich in eine für ihn fremde Umgebung einzufinden. Viele Faktoren spielen hierbei eine Rolle, die die Eingewöhnung schwer machen. Von Anfang an möchten wir dem Bewohner Sicherheit; Orientierung und Geborgenheit bieten. Der Empfang und die Begleitung werden in den ersten Tagen durch zwei Mitarbeiter als erste feste Bezugspersonen organisiert. Gleichwohl wird auch den Angehörigen zur Seite gestanden.

Ziele:

Der neue Bewohner fühlt sich wohl in der neuen Umgebung.

  • Unterstützung bei der räumlichen Orientierung
  • Unterstützung beim Kennen lernen der MitbewohnerInnen
  • Unterstützung bei der Erledigung persönlicher Angelegenheiten
  • Einführen in das Angebot der sozialen Betreuung des Hauses

Unsere Einrichtungskonzept widmet sich im speziellen dem Thema Einzug eines neuen Bewohners.

8. Einzelbetreuungen:

Nicht immer ist es vom Bewohner gewollt oder durch andere Umstände möglich sich in der Gemeinschaft einzubringen. Wir respektieren diese Gründe und bieten diesen Bewohnern Einzelbetreuung an. Hier wird im speziellen auf die Bedürfnisse, Wünsche oder andere Belange eingegangen. Dem entsprechend werden individuell auf diesen  Bewohner abgestimmte Angebote unterbreitet.

Ziele:

Der Bewohner fühlt sich in seinen Bedürfnissen und in seiner Individualität angenommen und verstanden.

  • Wohlbefinden steigern
  • Förderung der individuellen Ressourcen
  • Wahrnehmungen, insbesondere Körperwahrnehmung erhalten und fördern

Dazu werden als Methoden die basale Stimulation, Gespräche, Vorlesen, Singen oder Gebete – je nach Wunsch und Möglichkeit – eingesetzt.

9. Kreativangebote

Neben allen oben aufgeführten Aktivitätsangeboten finden in unserer Einrichtung Kreativangebote statt. Die Bewohner haben ihren Neigungen entsprechend die Möglichkeit sich an diesen Angeboten zu beteiligen und ihrem Hobby nachzugehen. Durch externe Honorarkräfte werden Malkurse, Handarbeitsgruppe, Theatergruppe, Gesprächskreise u.s.w. angeboten und regelmäßig durchgeführt.